Test: Space Escape

Name:

Space Escape

Verlag:

Game Factory

Spieleranzahl:

2-4

Alter:

Ab 6 Jahren (offiziell ab 7 Jahren)

Dauer:

Ca. 20 Minuten

Worum geht es?

Nacktmulle auf einer Raumstation. Klingt verrückt, doch hier arbeiten sie tatsächlich in aller Ruhe. Doch plötzlich ist Gefahr im Verzug.Eine Horde Schlangen ist in die Station eingedrungen und nun frei unterwegs durch die Gänge. Nun gilt es die Notfallausrüstung einzusammeln und dann über die Leitern und Rutschen zu der Notfallkapsel zu kommen, ohne von den Schlangen gebissen zu werden.

Wie spielt man?

Gespielt wird klassisch reihum. Jeder Spieler hat immer eine Karte offen vor sich liegen und muss die Aktionen darauf ausführen. Dadurch, dass man die Karte der anderen Spieler auch sieht, ist eine Vorausplanung möglich.

Generell gilt, es ist ein kooperatives Spiel und die Spieler ziehen nicht nur ihre eigenen Figuren (je nach Karte die eigene, alle oder eine nach Wahl), sondern auch die Schlangen. Auf vielen Karten muss man die eigenen Figuren und die Schlangen ziehen, aber es gibt da immer auch Variationen (siehe Bild) Auch bei den Schlangen wird nach Farben und Anzahl (1-3) unterschieden, die gezogen werden müssen. Dazu gibt es Karten, durch die neuen Schlangen auf das Spielbrett kommen.

Die Karten zeigen dazu an, um wie viele Felder man die Figuren bewegen muss. Die Richtung darf man sich aussuchen.

Wenn immer ein Mulch oder eine Schlange am Ende eines Zuges auf einem Feld mit einer Leiter oder einem Schacht steht, muss dieser auch benutzt werden. Es geht also entweder nach oben oder unten. Landet man durch den Schacht im Weltall, ist die eigene Figur komplett verloren. Man darf dann weiterspielen und statt der eigenen anderen Figuren ziehen.

Schlangen, die im Weltraum landen, sind ebenfalls weg. Zieht man im eigenen Zug auf oder über eine Schlange, wird man gebissen. Für den ersten Biss hat man einen Notfallkoffer im Rucksack. Nach dem zweiten Biss verliert man seine eigene Figur.

Zwei Figuren dürfen nicht auf einem Feld stehen. Dann würde die neu dazu kommende Figur die andere ein Feld weiter schubsen.

Es gibt im Spiel noch ein geheimes Kartenpaket für noch mehr Herausforderung, dass man erst nach einigen Spielen öffnen soll. Ich spoiler mal nicht, aber tatsächlich sorgt dies für eine noch größere Herausforderung.

Meinung:

Space Escape ist mit großem Abstand das beste und auch komplexeste Leiterspiel, das ich bisher in den Händen gehalten und selbst gespielt habe. Es ist wahrlich mutig dieses Spielsystem auf ein neues Level zu heben und dann auch noch einen Science-Fiction Anstrich zu geben.

Da könnte evtl. auch ein kleines Hindernis liegen. Die Vorderseite der Packung sieht sensationell aus, wenn man Kinder hat und Science-Fiction mag, aber sie verdeutlicht nicht wirklich, worum es überhaupt geht. Ich hoffe, das mindert nicht die Verkäufe.

Das Spielbrett nimmt sich gut der Thematik an, ist aber im Grunde sehr einfach, denn, wir haben hier ja immer noch ein Leiterspiel. Da braucht es durchaus etwas Übersicht. Die Idee mit den Nacktmulchen finde ich grandios und die Spielfiguren mit den Rucksäcken, in die man dann auch die Notfallausrüstung laden kann, sind wirklich großartig.

Die Idee auf den Karten wirkt zunächst so, als hätte man kaum Möglichkeiten, aber tatsächlich ist gerade das hier die Herausforderung. Man muss planen, auch mal das kleinere Übel in Kauf nehmen und man freut sich, wenn dann alles so hinhaut.

Wenn man als Erwachsener mitspielt,  muss man etwas aufpassen nicht zu sehr zu helfen. Für Kinder allein ist das Spiel eine wirkliche Herausforderung, gerade dann auch mit den Extra Karten. Aber auch als Erwachsener hat man durchaus Spaß beim Mitspielen

Wie im Anfangssatz erwähnt, bei den Leiterspielen kenne ich kein besseres, der kooperative Ansatz ist grandios und auch im allgemeinen macht Space Escape eine Menge Spaß. Lauft Nacktmulle, lauft!

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Space Escape

9

Fazit

9.0/10