Rezension: Solo – Eine Star Wars Story

Die jungen Jahre des Han Solo. Das Buch zum Film von Mur Lafferty

Titel:

Solo – Eine Star Wars Story

Autor:

Mur Lafferty

Verlag:

penhaligon

Seiten:

348

Kurzinhalt:

Der junge Han wächst in den zwielichtigeren Gegenden von Corellia auf. Als Mitglied der Straßenbande von Lady Proxima ist das Leben nicht einfach. Sein Traum ist es irgendwann einmal die Heimatwelt verlassen zu können und ein berühmter Pilot zu werden. Eines Tages versuchen sich dann Han und seine Freundin Qui’ra an einer Flucht. Beinahe geht alles gut. Doch im letzten Moment ist er gezwungen Qui’ra zurückzulassen. Han, der mittlerweile Han Solo heißt, beschließt um jeden Preis zurückzukehren um sie zu retten. Inzwischen bei der imperialen Flotte gelandet, läuft jedoch bei weitem nicht alles nach Plan. Nach einer Strafversetzung wegen ungebührlichen Verhaltens trifft der Junge Solo schließlich auf den Schurken Becket und seine Crew. Gemeinsam mit einem neu gewonnenen, haarigen Freund schließt er sich Becket’s Schmugglerbande an. Und jetzt geht das Abenteuer erst richtig los. Ich sage nur: Der Millenium Falcon, Lando Calrissian und der Kessel Run.

Meinung:

Nach dem fürchterlichen Disaster, dass Last Jedi für mich gewesen ist, war Solo tatsächlich eine positive Überraschung für mich. Gut, der Film war nicht großartig. Aber immerhin solide. Und er fühlte sich wieder deutlich mehr nach Star Wars an. Warum ließt man jetzt also ein Buch zum Film? Ich kann mir tatsächlich kaum vorstellen, dass es jemanden gibt, der das Buch liest ohne den Film gesehen zu haben. Und andererseits, wenn man den Film schon kennt, warum dann noch das Buch lesen? Bei mir ist die Antwort recht einfach: Weil Han Solo meine Lieblingsfigur in Star Wars ist. Ok. Nach Darth Vader. Aber immerhin!

Tatsächlich gelang es der Autorin durchaus gut ein „Star Wars Gefühl“ und vor allem auch ein „Han Solo Gefühl“ aufkommen zu lassen. Auch in den Bereichen, die nicht bereits im Film erzählt wurden, stimmen die Sprüche und die Aktionen von Solo einfach. Vor allem auch die Interaktion zwischen Han und Chewie. Ebenso hat der Übersetzer seine Sache gut gemacht. So durfte zum Beispiel Coronet City ihren Namen behalten und wurde nicht etwa zu Kronstadt. In Angesicht des momentan vorherrschenden Übersetzungswahns, den ich zum Beispiel bei Game of Thrones so bemängelt habe, eine durchaus angenehme Erfahrung. Einziger Wehrmutstropfen: Bereits im Vorwort wird auf die Wichtigkeit von Hypertreibstoff hingewiesen. An sich keine Überraschung, wenn man bereits den Kinofilm gesehen hat. Dennoch wirkt der Roman dadurch ein wenig so als wäre er vor allem dafür da, noch einmal die Unzulänglichkeiten in der Story von Episode VIII auszubügeln beziehungsweise genauer zu erklären.

Abschließend formuliert: Wem der Film gefallen hat, der macht auch mit dem Buch nichts falsch. Es vermittelt auf unterhaltsame Weise noch einmal einen etwas tieferen, weitreichenderen Eindruck zu dieser Han Solo Story.

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Solo -Eine Star Wars Story

15.00
7.5

Fazit

7.5/10