Rezension: Habitat

Name:

Habitat

Verlag:

Heyne

Preis:

12,99€

Seiten:

350

Inhalt:

In naher Zukunft hat die Menschheit den Mars besiedelt. Ein Team von 120 Wissenschaftlern lebt auf engstem Raum auf dem Mars zusammen. Sie untersuchen den Planeten und leben trotz der unterschiedlichen Nationen, aus denen sie kommen, und trotz nach Regionen unterteilten Habitaten, friedlich zusammen.

Doch plötzlich bricht der Funkkontakt zur Erde ab. Auf der Erde ist etwas passiert und die Marsianer sind plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Können die Marsianer zusammenhalten?

Sie ahnen nicht, dass die Funkstille nur der Anfang ihrer Probleme ist.

Meinung:

Ich lese grundsätzlich eher Bücher von 600 Seiten weit aufwärts und oft auch nur Serien. Einzelbücher gibt es gerade im Science-Fiction Sektor auch wirklich kaum noch, und dann auch noch so kurz.

Insofern habe ich eine gerade Geschichte erwartet, die einen gleich von Beginn an gerade zulaufenden Spannungsbogen hat.

Und tatsächlich passiert dies. Die Geschichte beginnt unterwartet ruhig, denn Cawdron nimmt sich die Zeit, kurz das Leben auf dem Mars und einige der Bewohner kurz näher zu beleuchten. Überhaupt ist die Interaktion unter den Wissenschaftlern und ihr Umgang miteinander hier von großer Bedeutung. Es sind nicht einfach nur leere Hüllen, sondern es gibt ein gutes Zusammenspiel, sogar immer wieder mit Rückblenden auf die gemeinsame Ausbildung.

Die Geschichte, die hinter dem Blackout steht, sorgt tatsächlich für Überraschung. Durch die Seitenzahl erfährt man da nur das Aktuelle. Anfänge, Gründe, Herkunft des Problems sind im Grunde gleichgültig. Es geht allein um die Wissenschaftler auf dem Mars und ihre Geschichte um Ihr Leben auf dem Mars. Und über den Mars und seine Gegebenheiten erfährt man dabei, gut eingeflochten in die Geschichte, auch immer wieder einiges.

Preis-technisch hätte ich das Buch durch die Seitenzahl eher bei 9,99 angesiedelt.

Und so wird einem hier eine durchaus spannende Geschichte geboten, die leider ein zwar emotionales, aber etwas offenes Ende hat. Ich bin sehr schnell durch das Buch durchgekommen, wurde gut unterhalten und hätte mir vielleicht 100 Seiten mehr Tiefe in der Hintergrundgeschichte bzw. auch über die Erde gewünscht. Wer gerne Geschichten über den Mars liest/sieht und Science Fiction Fan ist, wird hier gut unterhalten.

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Habitat

12,99
7

Fazit

7.0/10