Rezension: Feuer und Blut

Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros. Eine Chronik über die Vorgeschichte zu Das Lied von Eis und Feuer/Game of Thrones.

Titel:

Feuer und Blut

Autor:

George R.R. Martin

Verlag:

penhaligon

Seiten:

889

Kurzinhalt:

Die Chronik beginnt etwa drei Jahrhunderte vor den Ereignissen der Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer, beziehungsweise der TV-Adaption Game of Thrones. In ihr wird sich in 23 Kapiteln der Geschichte der Eroberung Westeros‘ durch das valyrische Haus Targaryen gewidmet. Dabei werden von „Aegons Eroberung“ bis zu „Der Lysenische Frühling und das Ende der Regentschaft“  alle wichtigen Ereignisse der Geschichte des Kontinents, beziehungsweise der Targaryen Herrschaft behandelt. Außerdem schließt eine Auflistung der Erbfolge des Hauses Targaryen von Westeros das Werk am Ende ab. Der Schutzumschlag des gebundenen Buches lässt sich auseinander falten. Auf ihm findet sich ein Stammbaum der Herrscherfamilie.

Meinung:

Das Buch macht einen wertigen Eindruck. Vor allem der hochwertige Schutzumschlag, der sich zu einem Stammbaum auseinander falten lässt, überzeugt. Jeweils ganz vorne und ganz hinten finden sich die gewohnten Karten des Kontinents Westeros in schwarz-weiß. Alles in allem also ein wirklich guter äußerer Eindruck.

Leider ist bei der Lektüre der Zusammenfassung auf dem äußeren Einband nicht für jedermann eindeutig herauszulesen, dass es sich bei dem Buch nicht um einen Roman handelt. Aufgrund der Bewertungen auf großen Online Portalen wird dies zusätzlich bestätigt. Bei dem vorliegenden Werk Martins handelt es sich um eine „historische Chronik“ seines Fantasy Kosmos‘. Nun habe ich selbst Geschichte studiert und dabei auch so manches historische Übersichtswerk gelesen. Dennoch vermag mich diese Schrift nicht zu fesseln. Der Stil ist nüchtern. Gerade für eine Chronik innerhalb einer Fantasy Reihe. Hier wäre der Autor wohl besser beraten gewesen einen etwas lebendigeren Stil zu wählen. Die scheinbar lieblose Schreibart und die Aneinanderreihung der vielen, gleichklingenden Namen, erschwerte mir den Genuss des Buches nachhaltig. Scheinbar wurde Martin hier von einer Art Tolkien-Syndrom ergriffen.

Zum Schluss noch das, für mich persönlich, schwerwiegendste Problem. Die Übersetzung. Gerne erinnere ich mich zurück and die gute, alte Zeit. Damals blieben Eigennamen in „Das Lied von Eis und Feuer“ noch weitgehend unangetastet. Sprich: unübersetzt. So wie es sein sollte. Es ist für mich nur schwer nachvollziehbar warum man den Titel der TV-Serie im deutschen bei „Game of Thrones“ beließ, während zeitgleich alle Eigennamen Übersetzungen erfuhren. Eine der größten Unsinnigkeiten dabei: aus Lannister wurde in diesem Zuge Lennister. Das Grauen!

Abschließend bleibt zu bemerken: An diesem Buch scheiden sich die Geister. Während eine Seite begeistert scheint, kann die andere nur wenig mit damit anfangen und ist enttäuscht. Daher mein Rat: einmal reinschauen und dann erst eine Kaufentscheidung treffen.


Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Feuer und Blut

26.00
5

Fazit

5.0/10