Rezension: Könige der Finsternis

Name:

Könige der Finsternis

Autor:

Nicholas Eames

Verlag:

Heyne

Preis:

16,99 €

Seiten:

640

Inhalt:

Die Saga war einst die berühmteste Söldnertruppe des ganzen Kontinents. Es gab kein Monster oder Wesen, das sie nicht besiegt haben. Doch diese Zeiten sind lange vorbei, die Mitglieder gealtert und lange haben sie sich zur Ruhe gesetzt. Doch dann steht Gabriel auf einmal auf der Schwelle von Clay Cooper und möchte die Saga wieder zusammenbringen.

Seine Tochter ist am anderen Ende des Landes in unglaubliche Gefahr geraten und nur die alte Truppe kann für ihn die Rettung schaffen. Doch nicht nur die Lage vor Ort scheint unmöglich zu lösen zu sein. Die Truppe zusammen zu bringen und der Weg durch einen undurchdringlichen Wald voller Gefahren scheinen schon vorher alle Hoffnungen zum Erliegen zu bringen.

Meinung:

Könige der Finsternis ist der Debutroman von Nicholas Eames und ist ein Versprechen in die Zukunft des jungen Autors. Das Buch ist wirklich richtig stark. Es handelt sich im Grunde um ein völlig selbstständiges Buch, das am Ende einen kleinen Cliffhanger hat. Aber man kann das Buch sehr gut lesen und ist auch dann so mit dem Ende zufrieden, wenn man nicht das nächste Buch, so es noch kommen sollte, lesen möchte.

Es ist eine ganz klassische Geschichte, die von Anfang bis Ende gut durchstrukturiert ist. Eames ist ein Autor, der wirklich sehr gute Dialoge mit viel Wortwitz schreiben kann. In ihnen kommt der meiste Humor des Buches rvor, aber auch manche Situation ist immer wieder komisch, oft tragikomisch. Alle Mitglieder der Söldnertruppe haben für sich eine Vergangenheit und auch ihr Ende wird immer wieder inhaltlich aufgenommen.

Die Welt selbst bietet viele Variationen bekannter Welten und einige Neuinterpretationen. Es ist eine Fantasy Welt mit vielen Magieeinflüssen. So gibt es hier z.B. Luftschiffe. Die Städte und die Landschaft sind gut beschrieben und bei den Charakteren neben den Hauptcharakteren gibt es in Könige der Finsternis eine schöne Varianz aus interessanten Wesen. Hier und bei den Monstern hat Eames ordentlich in den Kreativtopf gegriffen.

Der Weg der Helden ist mit einigen Zwischenstationen und Nebencharakteren gespickt. Diese wissen alle gut zu unterhalten. Die eigentlichen Stärken liegen hier aber ganz klar im Zusammenspiel der Charaktere und dem guten sehr humorvollen Schreibstil von Eames.

Tatsächlich habe ich für das Buch, obwohl es mir sehr gut gefallen hat, recht lange gebraucht. Es ist durchaus eng bedruckt und die Sätze sind hier gerne auch mal etwas länger, so dass man sich beim Lesen wirklich immer gut konzentrieren muss.

Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann sind es der Oberboss und der Endkampf, die irgendwie beide etwas zu wenig böse und dann episch für mich sind, obwohl sie es eigentlich sein sollten. Aber das trübt den Gesamteindruck nur marginal. Wer gerne Fantasy Bücher liest, sollte sich Könige der Finsternis unbedingt näher ansehen.

Könige der Finsternis

9

Fazit

9.0/10