Exit this City – Die Welt ist der Star

Name:

Exit this City

Verlag:

Tor

Genre:

Science-Fiction

Preis:

16,99 €

Seiten:

427

Inhalt:

Die Welt hat sich durch den Klimawandel und gleichzeitigen wirtschaftlichen Abstieg komplett verändert. Deutschland ist ein Argarland geworden. Die Arbeiter werden von den großen Konzernen gnadenlos ausgebeutet. Eigenes Land gibt es nicht mehr.

Die Welt verändert sich noch mehr, als eine genetisch veränderte Biene die Erträge steigern soll. Als Nebenwirkung allerdings tötet der Stich der Biene Arbeiter. Dies macht das Leben auf den Plantagen noch unerträglicher.

Doch ein Aufstand wird erst durch die charismatische Veeru möglich, die die Massen führen kann und scheinbar einen Plan verfolgt. Die Rebellen setzen sich in Marsch mit dem Ziel: Residence City – dem Sitz des skrupellosen Konzerns Final Food.

Meinung:

Exit this City erzählt zwei Geschichten, die zeitlich leicht versetzt ablaufen. Am Anfang wirken diese komplett voneinander losgelöst, eine spielt in Deutschland, eine etwas früher in Delhi (Indien).

Das ist auf knapp 400 Seiten natürlich ein Unterfangen, die Geschichten zusammen zu bringen.

Auf der einen Seite haben wir eben die Gruppe der Rebellen, die versucht sich zu vergrößern und möglichst den Konzern zu stürzen, doch wie das gehen soll, erzählt die Anführerin nicht. Und auf der anderen Seite haben wir einen Außerirdischen im Körper eines Menschen, der sein Raumschiff reparieren möchte.

Ganz im Ernst: Das hat mich erst einmal verwirrt. Und es sorgt natürlich für einen langsamen Einstieg. Lisa-Marie Reuter gelingt es aber diese beiden Geschichten am Ende wirklich sehr gelungen miteinander zu verbinden.

Der Star dieses Buches ist eindeutig die Welt. Ich möchte unbedingt mehr von dieser Welt lesen. Die überschwemmten Gebiete, Delhi nach dem Chaos oder auch davor. Davon möchte ich unbedingt mehr lesen, mehr von dieser kaputten Zukunftsversion unserer Erde. Das gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte selbst ist durch diesen Doppeltwist äußerst kreativ allerdings hätte ich gen Ende hin so ein Finale Furiosum nicht gebraucht. Und ich hätte mir tatsächlich ein anderes Ende für Veeru gewünscht, als das Buch es hergibt.

Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr flüssig zu lesen und alles in allem hebt sich das Buch sehr gut von mir bekannten Büchern ab, so dass es auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird und hier seinen Platz gefunden hat. Eine Schwäche von Exit this City ist für mich die Charaktertiefe. Einzig Paksha hat mich da wirklich gepackt.  Mutig finde ich diesen sehr düsteren Einstieg in das Buch mit einer sehr beklemmenden Szene, eben auch um Paskha.

 Ich kann Exit this City denjenigen weiterempfehlen, wenn man Science Fiction Bücher mag und/ oder sich gerne mit Visionen auseinander setzt, wie unsere Zukunft mit dem Klimawandel und den immer stärker und größer werdenden Konzernen aussehen wird.

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Exit this City

16,99 €
7.5

Fazit

7.5/10