Test: Der weiße Hai

Name:

Der weiße Hai

Verlag:

Ravensburger

Spieleranzahl:

2-4

Alter:

Ab 12 Jahren

Dauer:

Ca. 60-75 Minuten

Worum geht es?

Das Spiel basiert auf dem Film „Der weiße Hai“. Ein Spieler spielt den Hai, die anderen bis zu drei Spieler versuchen ihn zu jagen, erst Opfer zu vermeiden und ihn dann schließlich im großen Endkampf zu töten. Der Hai wiederum will am liebsten alle Spieler fressen.

Wie spielt man?

Das Spiel ist in zwei Phasen geteilt. Für die erste nutzt man den Spielplan der Insel. Ein Spieler ist der Hai. Immer wieder befinden sich Schwimmer im Wasser und der Hai muss versuchen möglichst viele von diesen zu fressen. Für jeden, den er frisst, bekommt er eine Vorteilskarte für die zweite Phase. Normalerweise sehen die Spieler auf der Insel den Hai nicht.

Diese Spielphase erinnert an den Klassiker Scotland Yard. Um in Phase zwei zu kommen, müssen die Spieler dem Hai Bewegungsmarker verpassen, damit sie dann wissen, wo er sich befindet.

Die Spieler teilen sich dabei auf. Einer zieht auf Amity Island, kann Schwimmer retten, Strände kurzzeitig sperren lassen und Bewegungsfässer in die Häfen tragen. Der zweite lässt die Orca über das Meer fahren, darf Fässer einsammeln und auswerfen. Wenn er eins auswirft und der Hai befindet sich direkt auf diesem Feld, gibt es einen Marker für den Hai. Sonst registrieren sie nur die Bewegungen des Hais. Und er kann auch einen Schwimmer retten.

Der dritte Spieler, Hooper, kann Fässer einsammeln, an den anderen Spieler übergeben, Schwimmer retten und einen Fischfinder benutzen, mit dem man sehen kann, wenn der Hai sich in der Nähe befindet.

Foto von Ravensburger.de / Phase 1

Der Hai kann bis zu drei Aktionen ausführen, sich bewegen oder jeweils einen Schwimmer fressen. Er kann sich aber auch dreimal bewegen. Außerdem hat er Zusatzfertigkeiten, die er jeweils einmal benutzen kann. Er muss dann angeben, dass er dies getan hat, aber nicht welche. So kann er z.B. alle Schwimmer an einem Strand fressen, mehrere Felder mit einer Aktion bewegen oder einen Melder ignorieren.

In jeder Runde gibt es noch ein Ereignis. Am Ende wird geguckt, wie weit der Hai gekommen ist und es geht mit diesem Stand in die 2. Runde. Nach spätestens 12 Runden geht es automatisch in Phase 2.

Hier verteilen nun die Besatzungsmitglieder die verdienten Hilfsmittel und der Hai macht sich mit seinen Sonderfertigkeiten vertraut.

Hier befindet sich die Besatzung nun auf der Orca. Diese ist in acht Felder unterteilt.  Die Partie endet, wenn alle Charaktere gestorben sind oder wenn die Orca komplett zerstört ist, mit einem Sieg für den weißen Hai. Die Charaktere siegen, wenn sie den Hai töten können.

Es werden drei Karten gezogen, die jeweils den Ort anzeigen, an dem der Hai auftauchen kann, die Angriffswürfel des Hais anzeigen und mit denen evtl. noch  Sonderwaffen benutzt werden dürfen.

Der Hai entscheidet für sich, wo er auftaucht, und dann ziehen die Spieler. Mit Nahkampfwaffen müssen sie mindestens angrenzend stehen, mit Fernkampfwaffen evtl. sogar am anderen Ende des Schiffs.

Der Hai kann dann auch gleich, wenn er Schaden macht, das Schiffsteil mit zerstören und am Ende alle, die gerade ins Wasser gefallen sind, noch einmal angreifen. Er kann dabei pro Zug eine seiner Sonderkarten einsetzen. So werden die Lebenspunkte verrechnet, bis die Partie beendet ist.

Foto von Ravensburger.de / Phase 2

Fazit:

Zunächst einmal ist Der weiße Hai ist in mehrerer Hinsicht eine würdige Brettspielumsetzung. Das fängt am beim kompletten Layout an. Man hat keine Fotos benutzt, dafür aber sehr genaue Zeichnungen. Außerdem gibt es sehr viele Anspielungen und Zitate. Man ist mitten drin.

Spielerisch trifft das Brettspiel den Film in seiner Dramaturgie auch haargenau. Die Unterteilung in zwei verschiedene Spiele finde ich mutig, aber sinnvoll.

Fassen wir den Film kurz zusammen: Ein Wal scheint unerreichbar, tötet ahnungslose Menschen, einige jagen ihn, stellen ihn, wirken hoffnungslos unterlegen und gewinnen doch.

Und auch gefühlt funktioniert dieses Spiel hier so. Am Anfang braucht man schon großes Glück, um den Hai früh zu bekommen. Setzt er seine Sonderfertigkeiten ein, kann dieses schnell komplett verwirren. Diese erste Hälfte macht wirklich Spaß. Die drei Menschenspieler können sich super beraten und Pläne schmieden und der Hai lacht sich ins Fäustchen.

In der zweiten Hälfte ist es für die Menschen meiner Meinung nach am Ende etwas zu leicht. Ja, es kann durchaus spannend werden, aber selbst mit allen Fertigkeiten ist der Hai gut zu schlagen, wenn man sich einigermaßen gut koordiniert. Dabei spielt tatsächlich aber das Würfelglück beim Angriff eine große Rolle. Aber der Hai hat eben nur eine Lebenspunktleiste und kann immer nur raten, wer wo stehen wird, und so nicht gezielt angreifen. Und so gefällt uns dieser zweite Teil, obwohl er im Ergebnis durchaus spannend ist, nicht so gut wie der erste. Es ist reine Action, in der die Taktik durchaus etwas verloren geht.

So bleibt am Ende ein solides Spiel, das aber eine absolut liebevolle Umsetzung des Films ist.

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Der weiße Hai

7.3

Fazit

7.3/10

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