Rezension: Der letzte Held von Sunder City

Name:

Der letzte Held von Sunder City

Verlag:

Knaur

Preis:

14,99 €

Seiten:

319

Inhalt:

Fetch Phillips ist ein Mensch und Privatdetektiv. Er lebt in einer Welt voller Metamenschen, wie Elfen, Vampire, Orks…diese Welt war früher voller Magie. Doch diese ist verschwunden und alle Metamenschen haben ihre Kräfte verloren. So starben die Vampire von einem Moment auf den anderen fast alle durch ihr Alter.

Will man Fetch engagieren, kostet es mehr, wenn er nüchtern sein soll, er arbeitet nur im Geheimen und garantiert niemals für andere Menschen. Sein größter geheimer Wunsch ist es Gutes zu tun. Denn die Last, Mitschuld gewesen zu sein, dass die Magie verschwunden ist, ist zu schwer für seine Schultern.

Meinung:

Der letzte Held von Sunder City ist wirklich ein schräger, humorvoller, komplett eigenartiger und deprimierender Roman. Denn der Hauptcharakter, um den es in zwei Zeitebenen geht, ist wirklich sehr depressiv, dabei aber immer auch mit Humor unterwegs.

Die Idee, den bekannten Fantasyvölkern (+ ein paar Kuriositäten) ihre jeweiligen Fähigkeiten durch Magie entstehen zu lassen und sie ihnen dann wieder nehmen, ist wirklich gut. Zumal hier in Kurzform auch noch die Entstehungsgeschichte versucht wird kurz zu erläutern.

Die Stadt, in der die Geschichte spielt, hat durch den Magieverlust auch fast alles vom Ganz verloren, es gibt viel Armut und Hoffnungslosigkeit. Der Fall, der hier die Haupthandlung darstellt, neben der Vorgeschichte von Fetch, handelt von der Suche nach einem Vampir. Im weitesten Sinne handelt es sich hier also auch etwas um einen Krimi.  Die Geschichte funktioniert soweit, ohne aber große Sprünge zu machen. Es gibt einige Drehungen und Wendungen und gelungene, vor allem wieder schräge Nebencharaktere. (Die wiederkehrenden Polizisten mochte ich sehr).

Zwischendurch gab es hier einige Einschübe im Jetzt, die wahrscheinlich darum gehen sollten, das Fetch jedem helfen möchte, diese wirkten für mich aber nicht wirklich zielführend.

Alles in allem haben wir hier also eine solide Geschichte in einer überaus gelungenen Welt. Es handelt sich um einen Debutroman. Dafür ist alles überaus kreativ und mutig. Dieser Roman ist einzigartig und für mich durchaus ein Lesetipp für alle, die einmal herauskommen wollen aus Standardfantasywelten und die vor allem auch Humor mögen (gerne auch schwärzeren).

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir frei meine eigene Meinung zu äußern.

Der letzte Held von Sunder City

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