Was ist Rollenspiel?

Rollenspiel? Was ist das überhaupt?

Der Begriff Rollenspiel, nur für sich genommen, kann als Hobbyerklärung gerne auch zu kleinen bis großen Missverständnissen führen. Bei unserem Rollenspiel hier geht es um das so genannte Pen & Paper Rollenspiel.

Hierfür trifft man sich mit mehreren Personen (in der Regel 2-5/6) zuhause. Bis auf einen Mitspieler erstellen sich alle Personen am Tisch einen fiktiven Charakter. Was für ein Charakter dies ist, hängt vom gespielten Regelwerk ab. Es gibt von Fantasy bis Science-Fiction einfach alles. Diesen Charakter spielen sie dann.

Der letzte Spieler ist der so genannte Spielleiter. Das Regelwerk ist durch die Regelbücher in der Regel gut vorgegeben, und im Grunde beinhaltet auch jedes Regelbuch eine Weltbeschreibung. Die Spieler spielen nun Abenteuer in eben dieser Welt. Dabei findet alles in der Fantasie der Spieler statt. Eventuell gibt es noch Bilder, Zeichnungen oder Bodenpläne um Situationen zu zeigen oder Kämpfe besser darstellen zu können. Der Spielleiter hat sich vorher die Geschichte in der Welt ausgedacht, die die anderen Spieler nun zusammen erleben.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel aus einem klassischen Fantasy Setting. Es ist ein Regelbuch ähnlich Herr der Ringe (auch hierfür gibt es Rollenspiele). Die Spieler sind also Elfen, Zwerge oder Menschen. Diese Optionen bestimmen die Regeln. Vielleicht können sie zaubern, kämpfen oder heilen. Nun ist die Welt um Herr der Ringe weltbekannt und Sauron wird den Kampf verlieren. Aber der Spielleiter hat sich nun eine Geschichte ausgedacht für den Zeitraum, während die drei Gefährten den Ring noch transportieren, aber an einem ganz anderen Ende des Kontinents ohne Berührungspunkte. Es gilt in einer alten Mine einen Schatz zu finden, doch dort wartet bereits das Böse.

Oder in einem anderen Rollenspiel gilt es z.B. in den 1920er Jahren einen Mörder zu überführen. Vielleicht wird auch das eigene Raumschiff von Piraten überfallen und man muss nun die Situation regeln. Dies alles denkt sich der Spielleiter aus. Der Spielleiter denkt sich dabei nicht nur die Situation aus, sondern spielt auch alle anderen auftretenden Personen, sei es den Händler, bei dem Nahrung gekauft wird, oder den Auftragsgeber der Charaktere.

Die Charaktere haben Werte und Fertigkeiten, die bei der Charaktererschaffung ausgesucht werden. Um Konflikte zu lösen, Kämpfe auszufechten oder einfach die Situation voran zu bringen (z.B. in dem man guckt, ob die Charaktere aufmerksam sind), kann der Spielleiter nun verlangen, dass die Spieler würfeln. Im Rollenspiel werden Situationen, so man sie nicht per Dialog löst, ausgewürfelt. Die Mechanismen sind hier grundverschieden.