Testbericht: Vienna

Vienna (Schmidt Spiele)

Spieleranzahl3-5
Zeit (Packung)ca. 30 Minuten
Zeit (realistisch)ca. 45 Minuten
Alter10+

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Vienna war kein eigener Kauf, sondern ist zu uns nach Hause gekommen durch die jährliche Spielewundertüte der Spiele-Offensive.

Wir konnten also komplett unbefangen zu dritt die erste Testrunde starten.

Worum geht es?

Wien im 19 Jahrhundert. Die Spieler müssen versuchen bei Ihrer Fahrt mit der Kutsche durch die Stadt als Neubürger Wiens wertvolle Kontakte zu knüpfen und Einfluß zu gewinnen.

Material

Der erste Blick auf das Material offenbarte guten Brettspielstandart. Das Spielbrett ist doppelseitig bedruckt. Dazu kommen solide Spielkarten mit schönen zeitgemäßen Zeichnungen.Die Karten beschränken sich auf das notwendigste an Informationen.

Neben dem Brett und den Karten sind noch Spielsteine aus Hokz und Pappmarker (Geld) dazugelegt worden.

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Spielablauf

Gewinner ist wer zuerst 25 Siegpunkte erreicht. Vor der ersten Runde ist das ein sehr wager Wert da keiner so richtig weiß wie lange man denn dafür brauchen wird. Bei uns waren einmal 9 Punkte in einer Runde möglich.

Man fährt mit seiner Kutsche symbolisch den Weg des Spielplans ab. Man darf dabei nur vorwärts auf Felder setzen. Will man hinter sein zuletzt besetztes Feld setzen muß man eine Münze ausgeben.

Wie wird gesetzt? Am Anfang würfelt jeder Spieler mit seinen fünf Würfeln (durch Sonderkarten die man für besetzte Felder bekommt ist es möglich einen zusätzlichen Würfel zu bekommen, einzelne Würfelwürfe zu veränden etc.). Auf den einzelnen Feldern sind Punktzahlen angegeben die bei 1 anfangen und dann sich mit dem Weg weiter vorarbeiten. Mit 1 oder 2 Würfeln von euern 5 könnt ihr dann ein Feld besetzen (ihr habt eine 1, 2, 4, 5, 5 gewürfelt könnt also einen z.b. Spielstein auf ein Feld mit einer 1 legen mit dem 1er Würfel oder eben auch auf ein Feld mit der 3 durch die 1 und die 2).

Hat der erste Spieler gesetzt kommt der zweite Spieler an die Reihe. Wer keine Würfel mehr hat setzt solange aus bis alle Spieler alle Würfel ausgegeben haben. Danach wird jeweils ausgewertet und es geht von vorne los.

Die einzelnen Felder bieten verschiedene Möglichkeiten. Es ist möglich Sonderkarten zu erhalten, Münzen zu bekommen, direkt Siegpunkte oder eben die Personenkarten (siehe Foto oben). Diese werden über die Runden gesammelt. Im unteren Bereich der Straße gibt es Felder bei denen man durch einen Vergleich, für eine Mehrheit bei einem Symbol Siegpunkte erhalten kann.

Die Regeln sind schnell erlernt und haben bei unserem ersten Spiel alle durchaus logisch gewirkt. Man hatte immer eine Alternative und konnte

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(das rechte Bild zeigt die Felder. Hier ist das linke Feld durch den gelben Spieler belegt, das daneben durch den weißen Spieler. Das Schild auf der Oper steht z.b. für einen Siegpunkt den man bei der Auswertung erhalten würde.)

Fazit:

Durch seine kurze Spieldauer ist Vienna schon ein Kandidat für weitere Spielrunden. Man kann es immer einfach zwischendrin einwerfen. 30 Minuten sind allerdings nur möglich, wenn man das Spiel sehr konzentriert durchzieht.

Natürlich  mussten so bewusst einige Abstriche bei der Komplexität gemacht werden. Vielspieler werden hier schnell alle möglichen Strategien raushaben. Man hätte die Idee des Settings vielleicht noch etwas mehr auf das Spiel übertragen können. So haben alle Felder zwar Straßennamen, bei den Personenkarten und allen sonstigen Spielmechaniken geht es allerdings nur um Münzen und Siegpunke.  Alle drei Spieler (ich, Martin und Kerstin) fanden das Spiel durchaus spielenswert und es wird wieder aus dem Schrank geholt werden.

Vienna

7

Spielmaterial

7.0/10

Langzeitspaß

6.5/10

Spielmechanik

7.5/10

Pros

  • gelungene Spielmechanik
  • Spielplan mit Tag und Nacht Seite
  • kurze Spieldauer

Cons

  • Tag und Nachtseite ohne Regeländerungen

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