Test: Solo

Name:

Solo

Verlag:

Amigo Spiele

Spieleranzahl:

2-10

Alter:

Ab 6 Jahre

Dauer:

Ca. x-30 Minuten

Worum geht es?

Ziel des Spiels ist es, als erster seine acht Handkarten abzuspielen. Dies kann man dann einfach so freispielen oder man entschließt sich, dass die Verlierer Negativpunkte bekommen. Dann setzt man sich ein Punktelimit, bis zu dem man spielt.

Wie spielt man?

Solo ist im Grunde ein Uno Klon mit weiteren Sonderkarten. Jeder Spieler erhält zum Spielbeginn acht Handkarten, die es abzuspielen gilt. Dabei gilt es passend zur ausliegenden Karte eine passende Zahl oder Farbe obendrauf zu legen.

Wenn man eine identische Karte zu der ausliegenden Karte besitzt, darf man diese dazwischenwerfen, egal ob man eigentlich dran wäre oder nicht. Das Spiel geht dann so weiter, als wäre man als Reinwerfer der aktive Spieler gewesen.

Ist man an der Reihe und es liegt, sagen wir eine grüne Vier aus, hat man hier die Möglichkeit „Drilling“ zu rufen, und wenn man auch eine grüne Vier hat und noch mindestens zwei andere Vieren (aber auch mehr) auf der Hand hat, darf man diese alle auf einmal ablegen. Ist es also bei UNO so, dass man versucht gleiche Zahlen zu meiden, ist es hier durchaus eine Option, diese zu sammeln.

Neben den normalen Farb- und Zahlenkarten gibt es da natürlich auch die Sonderkarten. Hier gibt es alte Bekannte, wie die Richtung ändern, Aussetzen, 2 Karten ziehen, Farbwahl, 4 Karten ziehen + Farbwahl.

Dies wird hier ergänzt durch die Möglichkeit mit einem Spieler nach Wahl seine Handkarten zu tauschen. Getauscht werden können auch alle Handkarten im Uhrzeigersinn. Wenn man eigene Karten anders loswerden möchte, ist es möglich zwei Karten zu „verschenken“. Und zu guter Letzt gibt es noch eine Schutzkarte, die einen gegen eine Sonderkarte verteidigt. Man kann diese allerdings auch als normale Farbkarte ziehen.

Wenn man die vorletzte Karte legt, muss man hier „Solo“ sagen. Vergisst man dies, muss man zwei Strafkarten ziehen.

 

 

Fazit:

Ich habe mehrere dutzend Stunden in Uno Online auf der Xbox versenkt. Da kann man etliche Features hinzufügen und so war das Spielgefühl hier gleich sehr bekannt. Nehmen wir den Vergleich zum Standard Uno Spiel, so ist Solo deutlich interaktiver zwischen den Spielern. Der Ärgerfaktor steigt noch einmal ordentlich an, aber durch das Tauschen auch der Glücksfaktor. Aus einer Karte und dem zuversichtlichen Solo sagen, da man eine schwarze Karte auf der Hand hat, kann durch einen Tausch schnell die sichere Niederlage eingeläutet werden.

Die Idee der Schutzkarte gefällt mir. Sie wurde bei uns auch schon öfter eingesetzt und kann schnell die Schadenfreude des Vorspielers komplett kaputt machen.

Das Kartendesign ist in Ordnung. Ich hätte mir kräftigere Farben gewünscht (2018 irgendwie oft ein Problem – herstellerunabhängig). Gerade das Schwarz, was eher als Grau wahrgenommen wird, gefällt mir da nicht so.

Aber Butter bei die Fische! Es macht Spaß. Es macht viel Spaß und es ist eine absolut gelungene, dynamische Alternative zum Original.

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Mir steht es komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Solo

Solo
8

Fazit

8.0 /10