Test: Rotkäppchen

Spielerzahl: 1-5
Dauer: ca. 20 Minuten

Worum geht es?

Im Grunde bietet diese kleine Box drei verschiedene Sachen:

  • Das Märchen „Rotkäppchen“ neu überarbeitet, sprachlich auf heutige Kinder angepasst und zurechtgekürzt.
  • Ein Koop-Spiel in dem man zusammen mit Rotkäppchen versucht schneller am Haus der Oma zu sein, als der automatisch gesteuerte Wolf.
  • Eine Spielvariante bei der ein Spieler den Wolf übernimmt und gegen die anderen Spieler versucht die Oma zu fressen.

Wie spielt man?

Die Koop Variante richtet sich eher an kleinere Kinder. Der Spielplan bietet einen Weg für Rotkäppchen und einen etwas direkteren Weg für den Wolf. Diese überschneiden sich einmal. Ab diesen Moment können die Rotkäppchen Spieler entscheiden, ob sie den Weg des Wolfes gehen wollen, allerdings geraten sie dann auch in Gefahr von diesem direkt eingeholt zu werden.

Wie bewegt man sich nun also vorwärts? Hierzu gibt es die sogenannten Wegekarten. Diese liegen verdeckt aus. Eine wird umgedreht. Wenn sich auf der Karte Blumen befinden  legt man verdeckt Sammelplättchen auf die Karte. Auf der Wegekarte steht dazu immer eine Zahl. Man kann sich immer überlegen aufzuhören und die Figuren vorzuziehen oder man zieht noch eine neue Karte. Ist der Wert höher hat man es erstmal geschafft und kann evtl. weiterziehen. Ist der Wert niedriger zieht nur der Wolf vor. Im anderen Fall spielt nun weiter oder hört auf zu sammeln. Hört man auf, kann für jede aufgedeckte Blume von den Sammelplättchen ein Feld vorrücken. Der Wolf zieht aber auch ein Feld vor. Es geht dann mit der nächsten Karte weiter. Mit Rotkäppchen und der Eule gibt es dazu noch zwei Sonderkarten, die einem helfen können.

 

Die Rotkäppchen Spieler haben dazu noch die Pastete und Butter dabei. Diese können sie jeweils für ein Zusatzfeld opfern. Dann kriegt man am Ende aber einen weniger guten Sieg zugesprochen.

Im Spiel gegeneinander bekommt jeder Nicht Wolf Spieler eine Charakterkarte zugewiesen.  Hier ist es nun der Wolf der die Wegekarten auf der Hand hat und heimlich immer eine aussucht. Diese müssen die Spieler dann aufdecken bzw. können dann entscheiden ob sie noch eine nehmen wollen. Damit der Wolf keinen zu großen Vorteil hat haben die Charaktere alle Sonderfertigkeiten die es dem Wolf schwerer machen. Wenn man diese gespielt hat, hat der Wolf mit der Rückseite allerdings ebenfalls eine Chance. Alle weiteren Mechanismen funktionieren im Grunde wie im Spiel gegen den automatisch gesteuerten Wolf.




 

Fazit:

 

Es ist schon lustig, beim Lesen des Märchens wurde mir noch mal bewusst wie brutal das eigentlich ist was ich da vorlese. Aber meine Tochter, sonst ein großer Angsthase, ergänzte fröhlich lachend die Fressen Passagen. Wie ein echter Profi und lachend noch dazu.  Rotkäppchen hat hier die perfekte Länge und liest sich gut. Da ist eine schöne Neuinterpretation gelungen.

Das Spiel selber überrascht vor allem damit das es wirklich nicht ohne ist. Bei der Auswahl am Anfang zwischen Nicht so einfach und Richtig schwierig dachte ich noch es sei ein Scherz. Aber das ist tatsächlich so gemeint. Aber bei Rotkäppchen kommt ja nun mal eigentlich der Wolf vorher am Haus der Oma an.

Was aber wichtig ist, das erfolgreich sein im einfachen Modus kann man durchaus lernen. Wenn man sich merkt welche Zahlen man schon gezogen hat, kann man sehr gut das Risiko minimieren und auch mal etwas riskieren.  Ich habe das Gefühl, dass das Spiel meiner Tochter allein schon wegen der Grafiken und der Geschichte Drumherum gleich deutlich besser gefallen hat. Es ist halt eine Geschichte die im Kopf bleibt.

Lobend erwähnen möchte ich zum einen dann noch, das die kleine Packung wirklich schön voll ist und das Spielbrett mit den Bäumen als auch die Illustrationen wirklich sehr gelungen sind. Dazu kommt die Schachtel selber, die wirklich schön aussieht und so designet ist, dass man sie wie ein Buch ins Regal stellen kann.

Als Gesamtpaket gefällt mir das Spiel wirklich gut.  Der einfache Modus ist für Spielerfahrene Kinder auch 1-2 Jahre vor der 7 Jahre Altersempfehlung gut spielbar und schult gut die Konzentration. Das Märchengefühl wurde sehr schön auf das Brettspiel übertragen, inhaltlich wie auch von der Optik.

Rotkäppchen

Rotkäppchen
76.666666666667

Langzeitspielspass

7/10

    Spielmechanik

    7/10

      Kommunikation

      9/10

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