Test: Majesty

Name:

Majesty

Verlag:

Hans im Glück

Spieleranzahl:

2-4

Alter:

ab 7 Jahren

Dauer:

Ca. 20-30 Minuten

 

Worum geht es?

Ziel des Spiels ist es, Arbeiter in sein Dorf kommen zu lassen und durch ihre Arbeit am Ende am meisten Münzen zu verdienen.

Wie spielt man?

Gespielt wird reihum.  In der Mitte liegen sechs Karten aus, von denen man sich eine aussuchen und nehmen kann. Die linke ist kostenlos. Für jede weitere muss man auf jede Karte links davon einen seiner Meeple legen. So ist es grundsätzlich möglich, jede der offen ausliegenden Karten zu bekommen. Wenn man eine Karte zieht, auf der schon eine oder mehrere Meeple liegen, darf man sich diese mit aufsammeln. Einen Meeple bekommt man auch immer am Anfang seines Zuges.

Die Karten in der Mitte repräsentieren immer einen Beruf. Einige sind Karten mit zwei Möglichkeiten ausgestattet. Man muss sich dann für eine der beiden Seiten entscheiden. Jeder dieser Berufe passt zu einer der Häuserkarten. Man legt diese dann schräg versetzt unter die passende Karte. Dafür gibt es dann jeweils eine Belohnung, in den meisten Fällen (siehe Bild) eine gewisse Anzahl an Münzen und evtl. einen Meeple. Die Belohnung gibt es auch für die schon auf der Ortskarte liegenden Karten. Bei einigen Aktionen bekommen zusätzlich alle Spieler mit entsprechenden Karten auch noch eine Belohnung.

Nun gibt es zusätzlich noch etwas Interaktion untereinander. Besetzt man den Wachturm, stärkt man seine Verteidigung. Besetzt man die Kaserne, bekommt man eine Belohnung und zugleich greift man alle Mitspieler an. Es kann sich niemand entziehen. Es wird geschaut, wie viele Soldaten der Angreifer in der Kaserne liegen hat und mit den Wachtürmen der anderen Spieler vergleichen. Haben diese mehr Verteidiger, dann passiert nichts. Haben sie weniger, wird die Karte, die bei ihnen am weitesten links liegt, gedreht und unter das Lazarett gelegt. Hier würde sie am Ende einen Minuspunkt bringen. Aber dafür gibt es die Hexen. Diese können die verletzten Karten heilen und wieder zurückbringen.

Hat man am Ende seines Zuges mehr als fünf Meeple auf der Hand, werden die überschüssigen gegen jeweils eine Münze abgegeben.

Nach jeweils 12 gezogenen Karten ist das Majesty zu Ende. Jetzt folgt noch eine Schlusswertung, bei der es Münzen gibt für die Vielfalt an unterschiedlichen Karten, die man liegen hat. Weiterhin gibt es Münzen für den Spieler, der bei einer einzelnen Ortskarte am meisten Berufskarten liegen hat. Dies wird für alle Karten wiederholt.

In der Mühle bekommt man pro dort liegender Müllerin zwei Geldstücke so man eine neue dazulegt. Im Hexenhaus z.B. werden gleich drei

verschiedene schon ausliegende Karten gewertet. Jetzt Prinzessin im Schloss bringt fünf Münzen und je einen Meeple.

Fazit:

Majesty erinnert mich von der Grundmechanik mit den Karten in der Mitte sehr an Century – die Gewürzstraße. Und das ist sehr gut, denn ich mag diesen Mechanismus und auch Century.

Allein der Mechanismus mit den Karten in der Mitte sorgt für gewisse Kommunikation und Interaktion, da man sehr gezielt Karten für sein eigenes Wohl ziehen kann, aber sehr gut auch Spieler ärgern. Hier wurde dann noch mit der Angriffsmöglichkeit eine direktere Art der Konfrontation hinzugefügt, die im Grunde spielerisch keinen sehr großen Effekt hat, aber schon sehr ärgerlich sein kann. Auf der anderen Seite ist der Effekt der Hexen, wenn man die richtigen Karten legt, doch sehr effektiv.

Im Strategielevel ist das Spiel natürlich im unteren Drittel angesiedelt. Das merkt man schon an der kurzen Spieldauer von 20-30 Minuten. Allerdings kann und muss man hier schon variieren und sich anpassen.

Ein kurzes Wort zum Material. Das Preis-/ Leistungsverhältnis ist wirklich sehr gut. Die Box ist vollgepackt. Es gibt klassische Holzmeeple und viele Münzen in einer wirklich sehr guten Qualität. Das gibt es so selten. Ein kurzes Wort zur Altersfreigabe. Mit sieben Jahren ist dies doch sehr niedrig angegeben. Allerdings kann es mit spielbegeisterten Kindern durchaus funktionieren. Ich würde da wahrscheinlich eher ein bis zwei Jahre später ansetzen. Aber Kinder wollen ja gerne bei den Erwachsenen mitspielen und hier kann man einfach Mal Ja sagen.

Alles in allem ist Majesty im Ganzen ein gelungenes Gesamtpaket. Durch die kurze Spieldauer kann Man es problemlos einschieben und man bekommt ein Spiel, das sehr gut ausbalanciert ist. Grundsätzlich ist der Ärgerfaktor natürlich umso höher, je mehr Spieler am Tisch sitzen und auch der Angriffsmechanismus wird da doch deutlich unberechenbarer. Zu zweit kann man da sehr gut gegensteuern.

 

 

 

  

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar des Verlags. Mir ist es vollkommen freigestellt, meine ehrliche Meinung zu äußern.

 

Majesty

Majesty
8.3

Fazit

8.3 /10

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