Test: Jolly & Roger

Jolly & Roger (Abacus Spiele)

 

Spielerzahl:

2

Dauer:

ca 15-20 Minuten

Alter:

ab 8

 

Worum geht es?

Der König der Piraten, Kapitän Red Beard ist verschwunden und nun streiten sich die Piraten um seine Nachfolge. Nach einem Trinkgelage sind allerdings nur noch Julien „Jolly“ Garcon und Jack „Roger“ Hummingbird über. Die beiden treten nun im Doppelentern gegeneinander an. 

Wie spielt man?

In der Mitte des Tisches liegen vier Schiffe in verschiedenen Farben (gleichen den Farben auf den Karten) aus. Alle haben eine andere Punktzahl drauf stehen, die am Ende des Spiels die entsprechenden Siegpunkte gibt. Reihum zieht nun ein Spieler 5 Karten. Diese beinhalten alle einen Siegpunktwert und eine Farbe. Er muss diese nun in zwei Haufen aufteilen. Der andere Spieler darf sich dann einen davon aussuchen und als erstes legen. Ob die Haufen nun in 2-3 oder 1-4 Karten aufgeteilt sind ist gleich. 

Der wählende Spieler muss nun als erstes seine Karten auf die vier Schiffe verteilen. Legt man die gleiche Farbe, zählt der Wert auf der Karte. Legt man eine andere Karte, dreht man sie um und es zählt immer der Wert von 1.

Wer an einem Boot die meisten Punkte liegen hat, darf seinen Kapitän dort platzieren. Hat man diese Mehrheit kann man seine passenden Karten zum plündern nutzen und legt die Karte unter seine Schatztrue. Sie gilt dann im entsprechenden Wert als Siegpunkte am Ende. Taktische Tiefe bieten die 7 Sonderkarten die man optional zum Spielen mitbenutzen kann. So kann man z.b. alle seine Papagei Karten umdrehen oder mit dem Skelet einen 3er Joker legen der an jedes Schiff passt-

Fazit:

Jolly & Roger ist ein schnelles und sehr eingängliches Familienspiel für zwei Spieler. Der Einstieg ist  allerdings relativ schwer, nicht da die Regeln wirklich kompliziert sind, denn diese werden wirklich sehr gut und eingänglich erklärt. Man spielt so ein bißchen ins leere. Es braucht 2-3 Partien bis man sich erste Strategien zurecht gelegt hat und diese auch zünden. Das liegt daran, dass einem das Spiel zu Anfang nicht wirklich vermittelt wo man steht. Gerade bei den Schiffen in der Mitte gibt es jede Runde oft mehrere Führungswechsel.

Ist man aber erst mal drin, bietet das „Einer teilt, einer sucht aus“ Prinzip viel Spaß und Wendungen. Es gibt genug Möglichkeiten, Partien noch zu drehen und bei der Einteilung den Mitspieler von wirklich verzwickte Entscheidungen zu stellen. Siegpunkte holen, Mehrheiten bei einem Schiff zurück erobern oder doch den Gegner ärgern. Die Entscheidung ist nicht immer leicht. Und das ist auch gut so, denn so ist Jolly & Roger ein wirklich gelungenes Spiel geworden

Jolly & Roger  ist dazu sehr schön illustriert und das Spielprinzip gut in die Geschichte und das Thema integriert worden. Da wurde ganze Arbeit geleistet.

Jolly & Roger

Jolly & Roger
7.7

Spielspaß

7.5 /10

Spielmechanik

7.5 /10

Interaktion

8.2 /10

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