Test: Fieber

Titel:

Fieber

Verlag:

Moses Verlag

Spieleranzahl:

2-5

Alter:

ab 8 Jahren (Mechanik ab 6/7 Jahren, durch Thematik 8 Jahre ok)

Dauer:

Ca. 10 Minuten

 

Worum geht es?

Der Patient sieht nicht gut aus. Er hat Fieber. Als Arzt ist es eure Aufgabe, das Fieber im Griff zu halten, bis er Gesund wird. Aber da ist ja noch der Konkurrenzkampf der dazu führt, dass das Wohl des Patienten eher an 2. Stelle steht.

Wie spielt man?

Es gibt drei grundsätzlich Kartentypen

  • Karten die die Temperatur steigern (hinten Rot)
  • Karten die die Temperatur senken (hinten Blau)
  • Sonderkarten (hinten weiß)

Von jedem Kartentyp bekommt man am Anfang eine auf die Hand.  Das grundsätzliche Ziel des Spiels ist, dass die gegnerischen Spieler ihre Handkarten verlieren. Man muss in seinem Zug immer so ziehen, dass die Temperatur noch auf der Skala zwischen 35 und 41 Grad bleibt. Gelingt dies, legt man die entsprechende Karte ab, reguliert die Temperatur und zieht eine neue.

Kann man dies nicht, muss man eine Karte ablegen ohne eine neue zu ziehen. Zusätzlich darf auf eine weiße Karte keine weitere weiße Karte gelegt werden. Dies geht erst wieder, wenn dazwischen ein Spieler nicht ziehen konnte.

Die Sonderkarten bieten verschiedene Möglichkeiten. So kann z.B. die Temperatur entweder hoch, oder runter setzen, auf eine feste Temperatur stellen, oder die nächste blaue, oder rote Karte zählt doppelt. Sie sind sehr variabel.

Der eigentliche Clou dahinter ist, dass die Mitspieler durch die Farben auf der Rückseite wissen, in welche Richtung es bei den Mitspielern gehen wird. Nur der Wert der Temperaturänderung ist geheim.

Meinung:

Man guckt sich den Patienten in der Tischmitte an und leidet förmlich mit. Die Zeichnungen sind wirklich sehr gelungen.

Ebenso wie die Schachtel, die ich gleich zu Anfang erwähnen muss. Sie ist sehr stabil, der Rausziehmechanismus funktioniert sehr gut. Das Innenleben ist gut strukturiert, so das nichts rumfliegt.

Das Spielprinzip ist sehr offensiv. Einfach im Spiel bleiben und die anderen machen lassen ist durch die nur drei Handkarten zu Beginn nahezu unmöglich. Durch dieses offensive Spiel gehen die Runden tatsächlich sehr schnell.  Die weißen Karten können einen natürlich immer retten und so die Richtung des Spiels schnell komplett verändern. Trotzdem ist man natürlich oft, auch zu Anfang gleich recht hilflos, wenn nach der ersten gelegten Karte evtl. nur noch das Legen in eine Richtung möglich ist.

Das Thema wurde für mich nahezu überragend in dieses Spielprinzip integriert. Oft geht das nur nebenher, aber hier steht das Fieber wirklich absolut im Mittelpunkt.

Am besten funktioniert das Spiel mit 3-5 Spielern. Bei zwei Spielern gibt es Abzüge. Die Regel der weißen Karte sorgt da blitzschnell zum Ko, wenn der andere Spieler durch weiße gelegte Karten nicht ziehen kann. Das kommt überraschend oft vor.  Das Problem ist bei drei und vor allem bei vier bis fünf Spielern nahezu nicht vorhanden.

Fieber ist ein schnelles, thematisch schön umgesetztes Kartenspiel, das sich so durchaus von der Masse abheben kann. Mit 2 Spiele rbekommt es von mit eine 5-6/10, zu dritt eine 7/10 und mit 4/5 Spielern eine 8/10.

 

Fieber

Fieber
7

Fazit

7.0/10

Pros

  • Motto toll eingebunden
  • schnelles Kartenspiel

Cons

  • zu zweit abfallend

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