Rezension: Ich bin viele

„Ich bin viele“ ist der erste Roman aus dem „Bobiverse“ des Autoren Dennis E. Taylor.

Titel: 

Ich bin viele

Autor:

Dennis E. Taylor

Verlag:

Heyne

Seiten:

459

Kurzinhalt:

Der Softwareunternehmer Bob Johansson hat gerade seine erfolgreiche Firma verkauft. Seine erste Investition, nun da er reich ist: Er unterschreibt einen Vertrag bei einem Cryotech-Unternehmen. Nach seinem Tod soll sein Kopf eingefroren werden. 
Zum Abschied hat er seine ehemaligen Mitarbeiter und Anteilsinhaber  zu einer Science Fiction Convention in Las Vegas eingeladen. Doch er wird kurz vorher von einem Auto überfahren und tödlich verletzt. Ganze 117 Jahre später wird er zurückgeholt.  Allerdings ist nichts so wie er es sich vorgestellt hatte. Die USA gibt es nicht mehr. An ihre Stelle ist eine Theokratie getreten. Seine tiefgefrorenen Überreste wurden beschlagnahmt. Die fundamentalistische, christliche Regierung duldet diese blasphemische Technik nicht mehr. Andererseits hatte man keine Bedenken Bob in eine künstliche Intelligenz umzuwandeln. Nun soll er in einer reproduktionsfähigen Sonde die Sterne erkunden und neuen Lebensraum und Ressourcen für die Menschheit finden. Jedoch haben die verschiedenen Machtblöcke jeweils starkes Interesse daran, die erste Macht im fernen Weltall zu sein. Als Bobs Sonde schließlich als erste startet, eskaliert die Situation und für Bob beginnt das Abenteuer seines „Lebens“.

Meinung:

„Ich bin viele“ ist ein überaus kurzweiliges Buch. Der Protagonist ist ein gewöhnlicher Mensch unserer Zeit, der sich (mehr oder weniger) in die Zukunft versetzt sieht. Dort ist er mit allen möglichen Fragen und Entscheidungen konfrontiert. Ob es dabei um den Umgang mit fremden Lebensformen geht oder um eine mögliche Bewaffnung seiner Drohnen. Oder aber um die Frage wie das Reproduzieren erfolgen soll. Kann er seine Nachfahren (die allesamt er selbst sind) hierarchisch einbinden? In weit dürfen sie selber entscheiden was sie tun wollen? Und wie sieht es mit der Eigentumsfrage und dem Verhältnis zu den störrischen Menschen aus? Das alles sind Fragen die man sich selbst in ähnlicher Situation wohl auch stellen würde. Dabei ist Bob, der ja eigentlich nur noch Maschine ist, oft menschlicher als die Menschen der Erde. Oder definiert sich Menschlichkeit am Ende gar nicht durch die sterbliche Fleischhülle? Man sieht schon: es wird durchaus auch schon einmal ein wenig philosophisch. 


„Ich bin viele“ wird der Hard Science Fiction zugeschrieben. Davon braucht man sich jedoch nicht einschüchtern zu lassen. Denn obwohl es einige technische Aspekte gibt, bleibt alles gut verständlich, auch für Neulinge im Science Fiction Bereich. Die Handlung schreitet stetig voran. Sie bleibt dabei spannend und/oder interessant. Auch gibt es kaum Längen. Außerdem ist Bob ein ziemlicher Nerd. Wer Anspielungen auf Star Wars, Star Trek & Co mag ist hier also genau richtig.

Man darf gespannt sein auf die nächsten Romane aus dem „Bobiverse“. Außerdem hat der Autor auf seiner Homepage verkündet, dass er einen Options Deal auf eine TV Serie unterzeichnet hat. Bisher zwar nur eine Option, aber wer weiß.

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Es steht mir komplett frei, meine eigene Meinung zu äußern.

Ich bin viele

14.99
9

Fazit

9.0/10