Rezension: Wild Cards – Das Spiel der Spiele

 

Titel:

Wild Cards – Das Spiel der Spiele

Autor:

George R. R. Martin und weitere

Verlag:

Blanvalet

Seiten:

544

Kurzinhalt:

American Hero, die erste Fernsehshow für Wild Cards steht in den Startlöchern. Aus den ganzen USA haben sich Wild Cards beworben, die alle den Titel als American Hero für sich wollen. In Teams eingeteilt kämpfen sie um den Sieg. Es geht dabei um viel Geld und Ruhm, nur ob dies der erstrebenswerte Ruhm ist, das bemerken einige fast zu spät, denn die Welt um die Joker beginnt an manchen Orten zu brennen.

Meinung:

Ein Big Brother der Superhelden, das zeigt wieder einmal den Unterschied zu den großen zwei Superhelden Trademarks Marvel und DC. Hier ist alles ein bisschen anders und mir gefällt das weiterhin. Und auch diese Umsetzung des Fernsehformats funktioniert im Großen und Ganzen. Ich hätte mir zeitweise etwas mehr Überspitzung gewünscht.

Die Charaktere, teils bekannt, aber viele neu eingeführt sind durchaus kreativ, lustig und ab und an auch etwas Platt. Jonathan Hive der ein bisschen durch das Buch leitet, ist als Bienenmann wirklich sehr gut gelungen. Sonst ist fast alles dabei: Es werden Blasen gemacht, Steine geworfen, die Erde manipuliert oder auf dem eigenen Körper Musik gespielt. Hier merkt man immer wieder, welch herrlich verrücktes Autorenteam am Werk ist.

Bei dem Stichwort sei noch einmal gesagt, dass die wenigsten Geschichten von George R. R. Martin selbst geschrieben wurden. Das ist aber, wie auch in den anderen zwei bisher gelesenen Büchern überhaupt nicht schlimm.

Was bei mir am Anfang gar nicht funktioniert hat, ist der, und da muss ich tatsächlich zumindest einmal anspoilern ohne genau etwas vom Inhalt zu verraten, Locationwechsel. Weg von der Fernsehshow, die auf einmal quasi gar keine Rolle mehr spielt. Aber auch die Hinleitung, hin zum zweiten Handlungsstrang, hat bei mir gar nicht funktioniert. Das wirkte mir zu konstruiert. Aber dann nimmt es Fahrt auf, so das mich das Buch am Ende wieder sehr gut unterhalten hat.

Wild Cards Fans können auch hier bedenkenlos zuschlagen, auch wenn das Spiel der Spiele etwas abfällt gegenüber den bisher neu herausgebrachten Büchern der 1. Generation. Als Einstieg in das Universum würde ich diesen Band nicht empfehlen, da gibt es für mich nur diesen einen Band als Startband.

Wild Card - das Spield er Spiele

Wild Card - das Spield er Spiele
6.8

Fazit

6.8/10

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