Rezension: Planetenjäger

Titel:

Planetenjäger

Autor:

George R. R. Martin, Gardner Dozois, Daniel Abraham

Verlag:

penhaligon

Seiten:

352

Kurzinhalt:

Ramon Espejos Leben lief bisher selten nach Plan. Auf einem Kolonialplaneten lebend, spricht er gerne dem Alkohol zu, hat eine sehr streitsüchtige Freundin und zu allem Überfluss in einem Streit gerade einen Menschen getötet. Er entzieht sich einer möglichen Festnahme durch eine Flucht in die Wildnis, um dort Bodenschätze zu finden. Schon nach kurzer Zeit wird er von Aliens gefangen genommen, von denen noch nie ein Mensch vorher etwas gehört hat. Diese brauchen ihn schließlich, um einen anderen menschlichen Gefangenen zu jagen, der entkommen ist bevor er bei der ersten menschlichen Kolonie ankommt. Darin sieht Espejos seine große Chance zur Flucht.

 

Fazit:

Ich hatte bei dem Klappentext, der inhaltlich in etwa meinem Text oben entspricht, die große Angst, dass der im Grunde schon den gesamten Inhalt dieses knapp 350 Seiten Buches zusammenfasst. Da kann ich sagen, dem ist nicht so. Es gibt vom Autorenteam einige Überraschungen die in Planetenjäger eingebaut wurden.

Planetenjäger ist über eine weite Strecke auch spannend geschrieben. Die Dialoge mit dem Aliens sind witzig und gleichzeitig gut durchdacht. Trotzdem ist dies hier für mich ein Buch mit zwei großen „aber“. Zum einen konnte ich mich nie mit der Hauptfigur Espejos und seinen Taten wirklich identifizieren. Teils wirkte es ab der Mitte etwas unlogisch. Und dann war die Handlung für mich trotz des schnellen Erzähltempos selten komplett fesselnd. Oft hatte ich schon bevor es passierte, eine genaue Ahnung von dem was dann passiert und ich habe verschiedene Entscheidungen nicht nachvollziehen können.

Das klingt auf den ersten Blick nicht gut. Für mich ist das hier solide Science Fiction Literatur ohne viele Höhen. Durch die Kürze des Buches, erinnert es ein bisschen an einen Film und man wird durch die schnelle Handlung  mit vielen kleinen und größeren Wendungen weiter getragen. Fans von George R. R. Martin und Freunde schnell erzählter Science Fiction können hier zugreifen denn die Grundidee ist durchaus kreativ.

Planetenjäger

Planetenjäger
6.5

Fazit

6.5/10

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