Rezension: Mortal Engines – Krieg der Städte

Auftaktroman der Reihe über die großen Traktionsstädte von Philip Reeve. Die Romanvorlage zum gleichnamigen Kinofilm von Peter Jackson.  

Titel:

Mortal Engines – Krieg der Städte

Autor:

Philip Reeve

Verlag: 

TOR

Seiten:

333

Kurzinhalt:

In einer dystopischen Welt, viele hundert Jahre in der Zukunft unserer Erde. Weil es galt die tektonischen Verwerfungen und andere Katastrophen zu umgehen, die durch die gewaltigen Waffen der alten Zeit heraufbeschworen worden waren, mussten die Menschen erfinderisch werden. Das Zeitalter der fahrenden Traktionsstädte war geboren. Und selbstvertändlich folgen alle von ihnen dem Städte Darwinismus. Größstädte fressen kleine Städte. Kleinstädte fressen Dörfer und Dörfer fallen über die kleinen Siedlungen her, die es vorgezogen haben statisch zu bleiben. So funktionierte es für die Bewohner der Städte nun schon seit vielen hundert Jahren. 
Tom ist Historiker Gehilfe dritter Klasse und er ist mit dem Städte Darwinismus aufgewachsen. Doch als seine Heimat London eines Tages eine kleine Stadt verschlingt, ändert sich sein ganzes Leben. Denn als eine der Bewohnerinnen, eine junge Frau namens Hester, den Obersten Historiker angreift, verhindert Tom den Mordanschlag. Allerdings hat dies ein ungeahntes Nachspiel.

Meinung:

Die Idee des Setting ist so absurd wie interessant. Fahrende Städte die sich gegenseitig auffressen um den beständigen Hunger der Einwohner und Antriebsmaschinen stillen zu können. Dazu eine dystopisch-trostlose Welt, die durch diverse Stilelemente gekonnt zum Leben erweckt wird. So werden zum Beispiel veraltet anmutende Begriffe wie „Mattscheibe“ statt Monitor verwendet, um die Rückständigkeit dieser Post-Hightech Welt herauszustellen. Ferner werden Protagonisten und Gegenspieler fantasievoll und spannend dargestellt. Auch die Welt der Traktionsstädte wirkt durchweg fesselnd. Packende Handlungsstränge sucht man ebenfalls nicht vergebens. Also alles in allem beste Voraussetzungen für ein  kurzweiliges Lesevergnügen. Und dennoch gibt es einen starken Kritikpunkt meinerseits. Das Buch ist mit 333 Seiten sehr kurz. Etwas zu kurz für die Fülle an Ideen und Handlungssträngen. Ständig werden Geschichten mit großem Potential überraschend schnell abgeschlossen. Oft ertappte ich mich bei Gedanken wie „Wirklich?“, „So schnell?“ oder „Jetzt schon?“ Da wurde in meinen Augen wirklich viel Potential verschenkt. Schade!

Es handelt sich um ein Rezensionsexemplar. Dabei steht es mir komplett frei meine eigene Meinung zu äußern.

Mortal Engines - Krieg der Städte

12,00€
7.5

Fazit

7.5/10