Rezension: Ilium

Ilium

Dan Simmons

Ilium von Dan Simmons

Autor:

Dan Simmons

Genre:

Science Ficition

Verlag:

Heyne

Kurzinhalt:

Thomas Hockenberry, ehemaliger Professor für Philosophie, wird nach seinem Tod auserwählt, im Auftrag der Muse Kalliope als Kriegsberichterstatter in Ilium tätig zu werden. Als sogenannter Scholiker mit raffinierten High-Tech-Geräten ausgestattet, die es ihm ermöglichen, mitten im Kampfgetümmel zu erscheinen und in Sekundenbruchteilen wieder zu verschwinden, soll er der Muse Zeugnis geben von den Wechselfällen des Trojanischen Krieges. Hockenberry kennt Homers „Ilias“ genau und merkt bald, dass sich zwischen dem, was er sieht, und den Versen Homers beträchtliche Diskrepanzen auftun. Hat sich der berühmte griechische Epiker in sträflicher Weise dichterische Freiheiten erlaubt? Oder befindet er, Hockenberry, sich etwa im falschen Krieg? (von Randomhouse)

Die drei Handlungsebenen im einzelnen:

  1. Thomas Hockenberry, der gestorben ist, wiedererweckt wurde und nun als Historiker den trojanischen Krieg im Auftrag der Götter nach Widersprüchen untersuchen soll.
  2.  Die Erde auf der nur noch eine Million Menschen Leben die allerdings königlich von mechanischen Dienern, den sogenannten Voynixen umsorgt werden. Die Menschheit ist dadurch komplett faul geworden. Sie verbringt die Zeit im Grunde nur mit Feiern. Nicht aber der 99 jährige Harman der versucht einigen Mysterien auf den Grund zu gehen.
  3. Die Monde des Jupiters mit Ihren Bewohnern – den Moravecs, künstliche Intelligenzen die hauptsächlich Rohstoffe abbauen. Sie nutzen  ihre Freizeit dafür  sich mit Shakespeare und Prust zu befassen. Ihnen fällt auf, das auf dem Mars Löcher in das Gewebe der Wirklichkeit gerissen werden und sie machen sich auf den Weg um dies zu ergründen.

Meinung:

Nach den Hyperion Büchern ging meine Dan Simmons Reise mir Illium weiter. Auch hier sagt der offizielle Text grob aus worum es geht ohne zu spoilern. Wirklich zusammenfassen kann man das Buch aber auch nicht, dafür steckt viel zu viel drin in diesem wieder sehr dicken Schinken.

Zu Ilium gibt es mit Olympos noch einen zweiten Teil. Beide stehen zusammen als Homerzyklus von Dan Simmons. Und eines muss man gleich wissen, wie auch schon bei Hyperion, Dan Simmons ist ein meister des Wissens, was seine eigenen Romanhintergründe angeht. Wie man sich schon denken kann, geht es hier in allersten Linie um den trojanischen Krieg. Und hier lernt man wirklich unglaublich viel historisches ohne es wirklich zu merken, da das Buch auf seinen drei Handlungsebenen wirklich unglaublich spannend ist. Und guckt man sich diese an, weiß man schon das es wieder, wie auch bei Hyperion, unendlich viele unterschiedliche Themen gibt die hier abgehandelt werden. Geht es in einem Moment noch um Philosophie steht plötzlich woanders Quantenmechanik im Mittelpunkt.

 

Um auf den Inhalt direkter zu sprechen zu kommen ist natürlich allein schon die Idee, die trojanischen Kriege mit ihren Göttern auf den März und in eine Science Fiction Welt zu verlegen, absolut brillant. Die Geschichte um Hockenberry nimmt das geschichtliche Thema besser auf als viele Bücher die sich ohne Romanhintergrund mit dem Thema beschäftigen. Simmons schafft es aber dies mit genug Science Fiction Inhalten, Action und Dramatik zu versehen, das man diese Informationen alle aufnimmt ohne es wirklich zu merken.

Zur Erde möchte ich inhaltlich gar nicht so viel Sagen, aber auch diese Geschichte ist sehr interessant.

Die Stars der Ebene drei sind auch gleichzeitig die vielleicht wahren Helden des Buches. Orphu von Io, Hochvakuum-Moravec und Proust-Spezialist und Mahnmuth von Europa, Tiefseeforscher, U-Bootführer und Spezialist für Shakespeares Sonette. Die beiden machen sich auf dem Weg zum Mars um den entdeckten Phänomenen auf den Grund zu gehen. Shakespeare und Prust sollen hier auch keineswegs abschrecken. Simmons schafft es auch hier, Themen bzw. in diesem Fall zwei menschliche Künstler gelungen in ein Buch einzubinden, so das einem gar nicht auffällt wie viel man eigentlich über diese beiden Personen mitbekommt.

Es ist müßig zu erwähnen, das alle drei Handlungsstränge sehr gut miteinander verwoben sind. man muss sich im klaren sein, wenn man sich dieses Buch kauft, muß auch noch Geld für den Nachfolger Olympos da sein, denn man wird schneller durch sein als man denkt und dann gibt es einige gewaltige Cliffhanger. Sonst aber ist auch Ilium eines der besten Bücher da sich je gelesen habe und somit eine uneingeschränkte Empfehlung meinerseits.

 

Ilium

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Fazit


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Pros

  • unglaublich viel Fantasie
  • tolles Setting
  • Humor

Cons

  • fiese Cliffhanger

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