Rezension: Drood

Rezension: Drood (Heyne)

 

Autor: Dan Simmons

Genre: Diverse

Verlag: Heyne

 

Kurzinhalt:

Zu lesen hier der Kurzinhalt von Amazon, der im Grunde auch dem Klappentext gleicht. Dieser hilft nur bedingt um zu verstehen worum es hier geht. Mehr in der Meinung.

London im Jahr 1865: Bei einem dramatischen Eisenbahnunglück finden etliche Menschen den Tod. Unter den Überlebenden ist der bedeutendste Schriftsteller seiner Zeit: Charles Dickens. Doch nach diesem Ereignis ist Dickens nicht mehr derselbe. Wie besessen macht er sich auf die Suche nach einem mysteriösen Mann namens Drood. Aber wer oder was ist Drood wirklich? Und kann es sein, dass Charles Dickens in seinen letzten Lebensjahren zum kaltblütigen Mörder wird? von Amazon.de

 

Meinung: (komplett Spoilerfrei)

976 Seiten, für Dan Simmons im Rahmen trotzdem natürlich eine Menge Seiten, wenn es nicht so richtig zünden will und so war es hier fast genau 450 Seiten. Woran liegt das. Der Klappentext lässt viel Spannung, evtl. sogar Action bei der Jagd vermuten. Das Buch allerdings ist im Grunde zum einen eher eine Beschreibung Londons um 1865. Dazu kommt eine Biographie des Genies Charles Dickens und daneben bekommt  Wilkie Wilkens, der nicht so talentierte Künstler aus dessen Perspektive das Buch auch geschrieben ist. Für beide dreht sich augenscheinlich das Buch um Drood, aber letztendlich hat man lange das Gefühl das man eher eine Biographie der beiden realen Personen ließt. Es werden viele Theaterstücke und Bücher behandelt, immer wieder Besonderheiten der Zeit wirklich gut beschrieben.

Aber Spannung sucht man halt lange Zeit vergebens. Da sollte man sich drauf einstellen. Wenn man mehr zum weiteren Inhalt verrät, klaut man dem Buch den letztendlichen Kniff. Die grundlegende Geschichte zu Drood ist solide, aber auch nicht weltbewegend. Das Ende des Buches allerdings und da zeigt sich Simmons Klasse, ist wirklich gut geschrieben. Die zweite Hälfte des Buches konnte ich somit dann letztendlich auch deutlich schneller lesen. Ich weiß aber nicht ob ich, wäre es nicht ein Dan Simmons gewesen, wirklich durchgehalten hätte. Tatsächlich ist aber auch die Interpretation von Dickens für sich durchaus interessant.

Er ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten unserer Zeit die heute allerdings gerne in Vergessenheit gerät und gerade jüngeren Menschen sicherlich kaum noch etwas sagt. Letztendlich ist mir das Gesamtkonzept hinter diesem Buch aber nach wie vor nicht wirklich klar. 400 Seiten weniger wären sicherlich problemlos möglich gewesen.

Fans von Dan Simmons werden auf jeden Fall trotz allem zuschlagen, für alle anderen gilt es abzuwegen.

 

Drood

6.5

Fazit

6.5/10

Pros

  • Dan Simmons
  • viel über das Leben von Charles Dickens
  • guter Schreibstil

Cons

  • viel zu lang
  • wenig Spannung

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