Rezension: Die Feuer von Anasoma

Die Feuer von Anasoma

„Harry Potter trifft Herr der Ringe“

 

Autor:

Mitchell Hogan

Genre:

Fantasy

Verlag:

Heyne

Kurzinhalt:

Caldan wird in einem Kloster, welches fern jeder großen Stadt auf einer Insel liegt, ausgebildet. Hier lernt er neben allerlei alltäglichen Fähigkeiten auch die Magie. Sein großes Ziel ist es als Novize im Orden aufgenommen zu werden. Viele Kinder sind durch ihrer privilegierte Eltern dort, aber Caldan kam im frühsten Kindesalter nach dem Tod seiner Eltern dort hin. Kurz vor der möglichen Aufnahme als Novize kommt es zu einer Tragödie durch die er das Kloster schnell verlassen muss. Ihn zieht es nach Anasoma, einer großen Stadt des mahrusischen Kaiserreiches. Hier ist er ohne viel Geld komplett auf sich allein gestellt und muss seinen eigenen Weg gehen.



 

Meinung (komplett spoilerfrei):

Ganz zum Start ein kurzes Wort. Auch hier handelt es sich um den Start einer Bücherreihe und das Deutsche Debut vom Autor Mitchell Hogan. Das wird leider auf dem Buch selber nicht wirklich deutlich.

Ich hatte bei Instagram ein Zwischenfazit für die Feuer von Anasoma ausgegeben nach ca. 120 Seiten. Dies lautete etwa gut geschrieben, aber  thematisch nicht viel Neues. Dies muss ich teilweise widerrufen. Ich habe das Buch letztendlich verschlungen. Hogan hat einen wirklich tollen Schreibstil. Es ist immer wieder schön, einen neuen Autor für sich zu entdecken. Ich hatte in keinem Kapital das Gefühl, dass ich mich langweile oder schnell zum nächsten kommen muss, da dort ein Charakter vorkommt der bisher nicht dran war. Die knapp 700 Seiten sind, das kommt dazu, auch gut gegliedert. Hogan geht vom Stil her immer einen direkten Weg. Er kommt auf den Punkt und kann auch kurz sehr gut und lebhaft beschreiben.

„Harry Potter trifft Herr der Ringe“ – das ist als Beschreibung mal ein Brett. Tatsächlich könnte ich mir hier eine Verfilmung gut vorstellen. Von Harry Potter hat das Buch eine ähnliche, aber doch ganz anders erzählte Grundidee. Ein junger Schüler der Magie lernen will, dem aber viele Steine in den Weg gestellt werden. Bei Die Feuer von Anasoma herrscht ein hohes Tempo und eine Grundidee einer Reise, von einem Außenseiter, der die Welt vorher nicht gesehen hat, das ja eher zu Herr der Ringe passt. 

Die Charaktere in Die Feuer von Anasoma, sind ebenfalls nahezu alle gelungen. Hogan hat hier wirklich viele Ideen, nicht nur was Charakterzüge angeht. Sondern auch in der Vielfalt der unterschiedlichen Charaktere, was Berufe und Fertigkeiten betrifft. Dabei bleiben auch nach Band eins noch viele Geheimnisse offen. Das ist aber keinesfalls schlimm. 

Ich habe ab und zu gedacht, dass mir das Erzähltempo zu schnell ist. Zudem hat Caldan viel zu passende Charakterzüge auf bestimmte Situationen bekommen, dass ich mich über ihn aufgeregt habe. Denn so würde Jemand reagieren, der die Welt noch nicht kennengelernt hat. Aber da es so gut zu den jeweiligen Situationen und seinem bisherigen Leben passt, ist das schon wieder ein Kompliment. Die Draufsicht auf die Geschehnisse fehlt ihm ja.

Auch die Welt selber ist sehr lebhaft dargestellt und voller Leben. Und wo wir bei Harry Potter waren, gibt es hier übrigens auch ein eigenes Spiel (allerdings auf dem Brett). Wie oben schon geschrieben, es braucht keine Seitenlangen Beschreibungen, Hogan hat da eine Gabe auch auf kurzen Wegen viel zu vermitteln. Eine lebendigere Stadt als Anasoma, in der immer wieder andere Kleinigkeiten erzählt werden, auch ganz nebenbei habe ich selten in einem Buch gelesen.

Eines sein noch gesagt: Das Buch hat ein komplett offenes Ende.

Hogan ist hier wirklich ein absolut ausgezeichnetes Erstlingswerk gelungen. Wie steht auf der Rückseite: “ Ein Muss für jeden Fantasy Fan“ – dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar des Verlages. Es steht mir frei meine Meinung zu sagen. Es handelt sich nicht um Werbung.

 

 

Die Feuer von Anasoma

9

Fazit

9.0/10

Pros

  • guter Schreibstil
  • tolle Charaktere
  • gelungene Welt

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