Rezension: Der verratene Planet

Titel:

Der verratene Planet

Autor:

D. Nolan Clark

Verlag:

Heyne

Seiten:

737

 

Kurzinhalt:

Die Menschheit wird in einer fernen Zukunft, in der das All besiedelt wird, von Konzernen beherrscht. Diese haben Jahrhunderte lang Krieg geführt, doch es scheint die Zeit des Friedens gekommen zu sein.

Doch genau zu diesem Zeitpunkt wird ein weit abgelegener Planet von einer Flotte fremder Schiffe bedroht und niemand will ihnen helfen. Die Kosten wären zu hoch. Nur ein alter Kriegsveteran beschließt, dass es Zeit ist die friedfertigen Bewohner zu unterstützen. Auf die Hilfe des Militärs kann er dabei aber nicht setzen.

Meinung:

Nun wird es schwierig für mich. Denn grundsätzlich ist der verratene Planet kein schlechtes Buch. Clark hat sich ein schönes Universum ausgedacht. Da funktioniert alles. Das Militär, das von den Konzernen kontrolliert wird. Die nicht zur Ruhe kommende Menschheit und auch viele seiner Ideen, wie z.B. der Körpertausch sind wirklich gut umgesetzt. Auch die Art des Krieges untereinander ist sehr, nennen wir es mal kreativ, umgesetzt, da es ein sehr brutaler Ressourcenkrieg ist ohne Rücksicht auf die eigene Rasse.

Aber dann hatte ich mit dem Buch inhaltlich überraschend viele Schwierigkeiten. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass diese Punkte anderen wiederum sehr gut gefallen. Grundsätzlich ist dies ein Buch, in dem es eine klar definierte Handlung gibt. In „Der verratene Planet“ wird eine Bedrohung kreiert und ein Team zusammengestellt, das sich dieser Bedrohung stellt.

Aber schon mit der Teamzusammenstellung ist man gut und gerne 150 Seiten beschäftigt. Dabei gibt es einen wilden Mix aus zufälligen Ereignissen, die sich dann zusammenfügen, und alten Kontakten, die wiederaufgefrischt wird. Über diese Beziehungen lernt man dann im weiteren Verlauf immer mehr dazu. Es wird viel Altes aufgearbeitet. Aber das alles war für mich zu konstruiert und zog sich viel zu lange hin.

Dann baut sich langsam in den Konflikt auf und wieder ist die Mischung bzw. der Spannungsbogen für mich zu auseinander gezogen, so dass die richtige Spannung bei mir auch noch nicht  aufkam. Mehr will ich jetzt nicht sagen, da ich dann doch zu viel spoilern würde.

Ich hatte jetzt aber auch eine wirklich lange Glückssträhne bei neuen Büchern, insofern bin ich da guter Dinge und nicht wirklich traurig. Denn wie gesagt, dieses Buch war nicht schlecht, aber einfach nicht mein Fall. Und das wird es immer wieder geben.

Für wen also ist dieses Buch etwas bzw. wer würde eine deutlich höhere Note geben?

Schwer zu sagen? Ich denke, wenn einen das Setting begeistert, dann kann es auch der Rest. Auch die Charaktere selbst sind sehr individuell gewählt. Das hat mich auch bei der Stange gehalten und ich hätte mir da sogar die Vorgeschichte als Erstromans gewünscht. Dann hätte man besser hinein gefunden, und das bei fast jedem Charakter. Das gelingt Clark gut. Ich hänge die Leseprobe des Buches unter dem Artikel an. Wenn sie euch gefällt, dann dürfte der verratene Planet etwas für euch sein. Man merkt es tatsächlich sehr schnell, in welche Richtung es geht. Das End eist auf jeden Fall spannend und ich denke der nächste Teil wird dann eine Schippe drauf legen.

 

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar des Verlages. Es steht mir frei meine Meinung zu sagen. Es handelt sich nicht um Werbung.

 


Der verratene Planet

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Der verratene Planet
5.5

Fazit

5.5 /10

Pros

  • gute Charaktere
  • Interessantes Universum

Cons

  • Charakterfindung zu gewollt
  • sehr langwieriger Start
  • Spannungsbogen sehr flac

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