Rezension: Der Bruder des Königs

Der Bruder des Königs

Der Bruder des Königs ist eine Kurzgeschichtensammlung verschiedener Autoren aus grundsätzlich komplett verschiedener Genres.

 

Autor:

George R.R. Martin, Joe Abercrombie, Patrick Rothfuss

Genre:

verschiedene

Verlag:

penhaligon

Kurzinhalt:

Der Bruder des Königs  bietet 21 Kurzgeschichten aus allen möglichen Genres. Sie haben alle einen großen Nenner: Es geht um Schurken / Bösewichte. Denn diese Schurken sind in den meisten großen Büchern / Filmen und Serien oft die eigentlichen Stars und auf den zweiten Blick steckt oft mehr hinter der Fassade als man zunächst denkt.

Meinung:

Ich kannte im vorhinein längst nicht alle Autoren vo n der Bruder des Königsund hatte tatsächlich nur von den wenigsten etwas gelesen. Somit stand ich vor einer großen Wundertüte. Mit Kurzgeschichten beschäftige ich mich auch eher weniger. Wenn ich eine Kurzgeschichte spannend finde würde ich immer gerne weiterlesen, was dann ja leider nicht möglich ist. Aber so ein Sammelband kann zusätzlich zu positiven Überraschungen natürlich noch eins schaffen, er kann einem neue Autoren näher bringen.

Und ich sage es gleich: Dies ist durchaus gelungen. Ich finde man kann sehr gut an einem Schreibstil von 30-80 Seiten erkennen ob man mit dem Autor „klarkommt“. Oft werden Figuren aus einem bekannten Universum des Schreibers vorgestellt. Das hat Vorteile und Nachteile. Natürlich fühlt man sich gleich wie zuhause. Bei manchen Geschichten, deren Universum ich nicht kannte, hat es mich Neugierig gemacht. Bei manchem wirkte es aber eher für eine Einleitung in das Universum, da das Ende doch sehr offen war. Das ärgert mich doch immer sehr. Ich habe Geld für das Buch bezahlt und möchte dann natürlich keine Werbeschau für andere Bücher. Nichts desto trotz können fast alle Geschichten inhaltlich zumindest so überzeugen das ich keine Probleme hatte die jeweilige Geschichte zu Ende zu lesen.

 

Besonders überzeugt haben mich dabei Gilian Flynn mit einer schönen Detektivgeschichte in der es hin und her geht. Dazu das ganze mit einem wirklich schönen Schreibstil. Ich werde definitiv mehr lesen. Daniel Abraham hat ein wirklich unfassbar kreatives Fantasyuniversum erschaffen. Zauberkriege, die Cocktails und auch der Falls Elber sind einfach Wunderbar. Da verzeihe ich sogar das offene Ende. Lisa Walter und Walter Jon Williams liefern ebenfalls Geschichten,  die mir durch Ihre Art besonders in Erinnerung geblieben sind.



Die letzten zwei Geschichten wurden den größten Stars überlassen. Patrick Rothfuss und George R. R. Martin. Ersterer liefert mit einer Geschichte um Bast eine schöne Ergänzung zu seiner Romanserie ab. Rothfuss kann einfach schreiben wie kaum ein zweiter.

 

Und George R. R. Martin, der macht, was er gerne macht und was gleichzeitig eine der Stärken der Buchreihe ist. Diese ist nämlich perfekt recherchiert und in jedem Detail ist alles ausgearbeitet, weit in die Vergangenheit. So hat er einen großen Schatz an möglichen Charakteren und die Reihe/Serie wirkt halt absolut realistisch. Was Martin abseits der großen Büchern gerne macht, ist sich die Vergangenheit einzelner Familien anzugucken. Das finde ich in der Regel unterhaltsam, aber nicht so außergewöhnlich wie das große ganze, das eben so für sich steht. Aber Fans von Eis und Feuer/Game of Thrones machen hier definitiv nichts falsch.

 

Für wen also ist der Bruder des Königs etwas? Kurzgeschichtenliebhaber, Menschen die gerade keine Zeit haben sich auf ein ganzes Buch oder eine Reihe einzulassen und natürlich auch für Fans der einzelnen Autoren. Aber, wie oben erwähnt, steht dieses Buch besonders für mich für das Kennenlernen neuer Autoren verschiedener Genres von denen man sonst wahrscheinlich nie etwas gelesen hätte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bruder des Königs

Der Bruder des Königs
7.5

Fazit

7.5/10

Pros

  • verschiedene Genres
  • Autoren
  • spannende Geschichten

Cons

  • viele Geschichten mit offenen Ende
  • unterschiedliche Qualität

Kommentar verfassen