Test: Die Quacksalber von Quedlinburg

Name:

Die Quacksalber von Quedlinburg

Verlag:

Schmidt Spiele

Spieleranzahl:

2-4

Alter:

Ab 10 Jahren

Dauer:

Ca. 45 Minuten

Worum geht es?

Quedlinburg ist der Treffpunkt der „Quaksalber“, die alle versuchen den besten Trank zu brauen. Es gilt den besten Trank zu brauen, doch bloß nicht zu viele oder die falschen Zutaten einkaufen, sonst könnte der Kessel explodieren.

Der eigene Kessel

Wie spielt man?

Gespielt wird gleichzeitig. Jeder Spieler hat vor sich eine Tafel, die seinen Kessel darstellt. Das Spiel dauert 9 Runden. In jeder Runde gibt eine Wahrsagerkarte ein Ereignis wieder, das für alle Spieler gilt.

Jeder Spieler versucht nun gleichzeitig seinen Trank zubrauen und zieht Karten aus dem Sack und legt sie dem Wert nach auf den Kessel.So legt man ein Einerplättchen auf das erste Feld, bei einem 2er Plättchen mussman immer ein Feld freilassen, bei einem Dreierplättchen zwei Felder. (siehe das Bild)

Die Zutat, die sich am Anfang am meisten im eigenen Sack befindet, sind die Knallerbsen, die Nieten darstellen.  Sie haben keinen Effekt. Hat man zu viele Knallerbsen in seinem eigenen Kessel liegen, explodiert dieser.

Einige der Zutaten lösen Effekte aus, die in den Zutatenbüchern erklärt werden.

Droht die Gefahr zu vieler Knallerbsen, kann man jederzeit mit dem Ziehen aufhören oder das letzte gezogene Plättchen generell einmal in die Flasche legen, die jeder Spieler auch neben sich liegen hat. Die Runde ist vorbei, wenn keiner der Spieler mehr eine Zutat ziehen möchte.

Der Spieler, der nun am weitesten vorne ist in seiner Kesselspirale, darf den Bonuswürfel werfen. Nun wertet man die Zutatenbücher aus und bekommt im besten Fall Punkte und Rubine. Der große Zahlenwert auf dem letzten Feld zeigt das Geld, für das man nun Zutaten für seinen Beutel einkaufen kann. Es dürfen bis zu zwei Plättchen unterschiedlicher Farbe gekauft werden, die dann mit in den Sack kommen.

All das geht aber nur, wenn der eigene Kessel nicht explodiert ist. In den folgenden Runden kommen weitere Zutatenbücher hinzu.

Die Bücher…

Meinung:

Wolfgang Warsch wurde aus dem Nichts zu einem der besten Spieleautoren der letzten zwei Jahre. Spiel an Spiel und im Grunde ist jedes komplett anders, aber jeweils sehr gut. Die Quacksalber von Quedlinburg kam so auch ein bisschen aus dem Nichts.

Es ist das Kennerspiel des Jahres 2018 geworden, das spricht schon einmal für sich und für ein gutes Spiel. Ich bin allerdings auch der Ansicht, dass wir hier eher ein Familienspiel haben. Für ein Kennerspiel ist der Glücksfaktor durch das Ziehen der Plättchen doch im Gesamtzusammenhang sehr groß. Um dieses Spiel zu mögen, muss man diesen Glücksfaktor akzeptieren. Er bringt natürlich Spannung und Unberechenbarkeit mit und man kann auch gut und gerne Schadenfreude entwickeln am Tisch, wenn der Kessel eines Mitspielers explodiert. Risiko kann aber auch belohnt werden.

Die inhaltliche Geschichte von Die Quacksalber von Quedlinburg rund um die Quacksalber und die Kessel ist wirklich schön dargestellt. Die Regeln sind sehr einfach erklärt, trotzdem hat es durch die sehr vielen möglichen Kombinationen einen hohen Wiederspielwert. Wir mögen diese Spielkombination und ich kann Die Quacksalber von Quedlinburg nur empfehlen.

Die Quacksalber von Quedlinburg

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Fazit

8.0/10